So. 18. Jan.. 2026

Die wirtschaftlichen Probleme innerhalb der Reiff-Gruppe erfassen nun auch die Kremer GmbH in Wächtersbach. Der Kunststoffspezialist mit rund 43 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 16 Millionen Euro hat beim Amtsgericht Tübingen ein Insolvenzverfahren beantragt.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger bestellt. Er soll prüfen, wie der Geschäftsbetrieb in den kommenden Wochen fortgeführt werden kann.

Die Hintergründe der Pleite liegen in der engen finanziellen Verflechtung mit der Reiff-Gruppe, zu der Kremer seit drei Jahrzehnten gehört. Bereits Ende Juli 2025 hatten die Reiff Holding GmbH & Co. KG sowie die Reiff Technische Produkte GmbH ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. Obwohl Kremer zunächst nicht direkt betroffen war, führte die angespannte Finanzlage innerhalb des Konzerns letztlich zur eigenen Insolvenzanmeldung.

Kremer entwickelt und produziert Kunststoff- und Elastomerprodukte, die vor allem in industriellen Anwendungen zum Einsatz kommen. Trotz der aktuellen Lage bleibt der Betrieb zunächst bestehen. Parallel läuft ein Verkaufsprozess für die gesamte Reiff-Gruppe, in den auch Kremer eingebunden ist. Ziel ist es, einen Investor zu finden, der den Fortbestand des Unternehmens sichert.

Die Reiff-Gruppe ist ein traditionsreiches Familienunternehmen mit insgesamt rund 870 Mitarbeitern. Ob Kremer als eigenständiger Betrieb erhalten bleibt oder im Zuge des Verkaufs in ein größeres Industrieunternehmen integriert wird, ist derzeit offen.

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