Im Mai traf es ein traditionsreiches Logistikunternehmen aus Baden-Württemberg: Die Roth Logistics GmbH aus Möckmühl stellte einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Auslöser war der massive Anstieg der Treibstoffkosten, der dem Betrieb die wirtschaftliche Grundlage entzog.
38 Beschäftigte bangen nun um ihre Stellen. Für sie bedeutet die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens handfeste Unsicherheit über ihre berufliche Zukunft.
Die Transportbranche leidet seit Monaten unter einem beispiellosen Preisanstieg beim Kraftstoff. Speditionen und Logistikbetriebe gehören dabei zu den am stärksten betroffenen Branchen, da Diesel und andere Treibstoffe zu den zentralen Kostenfaktoren ihres Geschäftsmodells zählen. Wer langfristige Verträge mit fixen Preisen abgeschlossen hatte, geriet durch die explodierende Kostenseite schnell in eine existenzbedrohende Schieflage. Genau dieses Schicksal ereilte nun die Roth Logistics GmbH.
Das Unternehmen mit Sitz im nordbadischen Möckmühl im Landkreis Heilbronn gilt als ein seit Jahren etablierter Akteur im regionalen Transportgewerbe. Die gestiegenen Betriebskosten ließen sich offenbar nicht mehr durch Einnahmen ausgleichen, sodass die Geschäftsführung schließlich den Gang zum Insolvenzgericht antrat.
Für die betroffenen Mitarbeiter beginnt nun eine Phase der Ungewissheit. Das weitere Schicksal des Betriebs hängt vom Verlauf des Verfahrens und von einer möglichen Fortführungsperspektive ab.
Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.
