Mitten in einem laufenden Umbauprozess hat die Walter Hunger GmbH & Co. KG Hydraulikzylinderwerk aus Lohr den Schritt in die Zahlungsunfähigkeit vollzogen. Seit dem 1. Juni läuft das Verfahren offiziell.
Der Weg dorthin begann bereits früher. Schon im März hatte das Unternehmen ein vorläufiges Verfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das bedeutet: Die Geschäftsführung behält die Kontrolle über den Betrieb, arbeitet dabei jedoch eng mit einem gerichtlich bestellten Sachwalter zusammen.
Geschäftsführer Jan Hunger sieht darin keinen Rückschlag. Die Zahlungsunfähigkeit sei ein planmäßiger Schritt innerhalb einer gezielten Neuausrichtung des Unternehmens, betonte er. Der Restrukturierungsprozess verlaufe nach Plan.
Das Hydraulikzylinderwerk gehört zur Walter Hunger Unternehmensgruppe und bildet dort nach eigener Darstellung das zentrale Element. Der genaue Umfang der Belegschaft ist nicht bekannt.
Eigenverwaltungsverfahren gelten in der deutschen Insolvenzpraxis als Instrument, das zahlungsunfähigen Unternehmen eine geordnete Sanierung ermöglichen soll, ohne den laufenden Betrieb vollständig zu unterbrechen. Ob und in welcher Form das Lohrer Unternehmen diese Chance nutzen kann, wird der weitere Verlauf des Verfahrens zeigen.
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