So.. Juni 14th, 2026

Der DRK-Kreisverband Braunschweig‑Salzgitter hat beim Amtsgericht einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt – das bedeutet: Ein Sachverwalter überwacht das Verfahren, während der operative Betrieb unter Kontrolle bleibt. Die Eigenverwaltung dient dem Ziel, die Organisation trotz finanzieller Schieflage weiterzuführen und langfristig zu stabilisieren.

Nach Angaben des Vorstands – darunter Nico Seefeldt Kazazi – bleibt der Kreisverband arbeitsfähig. Ein bereits erarbeitetes Sanierungskonzept soll die Grundlage für eine nachhaltige Restrukturierung sein. Inzwischen werden rund 450 Beschäftigte durch Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit abgesichert.

Hauptursachen für die wirtschaftlichen Probleme sind verzögerte Immobilienveräußerungen sowie die Folgen der Corona-Pandemie und gestiegener Energiepreise. Diese Faktoren habe große Belastungen für den Verband erzeugt.

Der DRK-Kreisverband, gegründet 1948, betreibt ein breites Netz an Einrichtungen: darunter Beratungsstellen, Kitas und Rettungsdienstwachen. Mit einem jährlichen Budget von rund 20 Millionen Euro gehört er zu den bedeutenden regionalen Sozial- und Gesundheitsdienstleistern.

Trotz der Insolvenz laufen alle Dienste wie gewohnt weiter – vom Rettungsdienst bis zur Jugendhilfe. Die laufende Versorgung wird laut Pressestellungnahme nicht beeinträchtigt.

Gleichzeitig bleibt die DRK-Organisation im Blickfeld weiterer Insolvenzwellen: Auch im Krankenhaus-Sektor sind zahlreiche regionale Einheiten betroffen – deutschlandweit meldete das DRK bereits mehrere Klinik-Insolvenzen im Rahmen umfassender Krisen im Gesundheitswesen.

Der DRK-Kreisverband setzt auf Stabilisierung über Eigenverwaltung und sieht gute Chancen, seine Arbeit fortzuführen. Für Mitarbeitende und Kunden ist es beruhigend, dass zentrale Dienste weiterlaufen – ob und wie die finanzielle Erholung gelingt, hängt nun maßgeblich am Erfolg der Sanierungsmaßnahmen.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

2 Kommentare zu „DRK Braunschweig‑Salzgitter meldet Insolvenz an (≈ 450 Arbeitsplätze)“
  1. […] Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig. Sie reichen von den wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie bis zu den gestiegenen Energiekosten infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein geplanter Verkauf eines früheren Pflegeheims sollte zusätzliche Mittel bringen, verzögerte sich jedoch, was die Situation der Organisation zusätzlich verschärfte. Insgesamt sind 450 Mitarbeitende von dieser Entwicklung betroffen, deren Gehälter durch Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit abgesichert sind. PleiteTicker informiert. […]

  2. […] Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig. Sie reichen von den wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie bis zu den gestiegenen Energiekosten infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein geplanter Verkauf eines früheren Pflegeheims sollte zusätzliche Mittel bringen, verzögerte sich jedoch, was die Situation der Organisation zusätzlich verschärfte. Insgesamt sind 450 Mitarbeitende von dieser Entwicklung betroffen, deren Gehälter durch Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit abgesichert sind. PleiteTicker informiert. […]

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