Ein stillgelegtes Salzbergwerk bei Teutschenthal im Saalekreis steht im Mittelpunkt einer drohenden Haushaltskrise. Die Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH, Betreiber einer Untertagedeponie fuer Sonderabfaelle, hat einen Antrag auf Eroeffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Damit waelzt sich ein potenzielles Milliardenproblem auf das Land Sachsen-Anhalt zu.
In dem ehemaligen Bergwerk lagern Filterstaeube aus Muellverbrennungsanlagen sowie chemische Fluessigkeiten. Der Betrieb der Anlage laeuft vorerst weiter. Rund 100 Beschaeftigte koennen fuer die naechsten drei Monate auf ihre Gehaelter zaehlen, gesichert ueber die gesetzliche Insolvenzgeldregelung.
Teuer koennte das Scheitern des Unternehmens vor allem fuer den Freistaat werden. Sollte kein Kaeufer oder Investor fuer die Anlage gefunden werden, muss das Land fuer Stilllegung und Absicherung der Deponie aufkommen. Berechnungen des Wirtschaftsministeriums beziffern diesen Aufwand auf rund 130 Millionen Euro.
Dem Zusammenbruch vorausgegangen war ein Streit ueber Geld. Das Unternehmen hatte das Land um finanzielle Hilfe gebeten. Eine Einigung zwischen beiden Seiten kam jedoch nicht zustande.
Das Wirtschaftsministerium machte gegenueber Medien deutlich: Eine vollstaendige Uebernahme der Grube durch das Land ist nicht geplant. Findet sich kein privater Nachfolger, uebernimmt das Landesamt fuer Geologie und Bergwesen die noetigen Massnahmen zur Gefahrenabwehr.
Die Zukunft der Deponie und die Frage, wer letztlich die Kosten traegt, bleibt damit vorerst offen.
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