Fr. 24. Apr.. 2026

Das Amtsgericht Dresden hat am 7. April die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die GermanShop24 Export GmbH genehmigt. Das Unternehmen hatte sich auf den weltweiten Versand authentischer deutscher Lebensmittel und Markenprodukte spezialisiert. Die deutsche Website ist bereits offline.

Martin Dietrich von der Kanzlei Mönning Feser Partner wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

GermanShop24 wurde 2007 von Stefan Kühnert zunächst privat gegründet. Bereits zwei Tage nach dem Launch ging die erste Bestellung ein. Das Sortiment umfasste bekannte deutsche Marken wie Haribo, Maggi, Dr. Oetker, Meica, Tchibo und Schauma. Hauptabnehmer waren im Ausland lebende Deutsche in den USA, Australien, Japan und Dubai. Bis 2015 verdoppelte das Unternehmen seinen Umsatz nahezu jährlich und erzielte rund 1,5 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Später expandierte man auch in den Großhandel nach China.

In der Hochphase beschäftigte GermanShop24 acht Mitarbeiter, zuletzt waren es nur noch drei. Zu den Spitzenzeiten wurden binnen sechs Stunden rund hundert Pakete versandt, darunter auch gekühlte Waren. Nun sind 600 fertig gepackte Pakete zurückgekehrt, weil das Unternehmen die Versandkosten nicht mehr begleichen konnte.

Auf der US-amerikanischen Website teilt GermanShop24 Kunden mit, das Lager in den kommenden Wochen von Sachsen nach Stockton in Kalifornien zu verlegen. Verschiedene Faktoren hätten diese Entscheidung notwendig gemacht, heißt es dort.

Das Warenlager in Heidenau wird derweil im Rahmen eines Freiverkaufs aufgelöst. Ein Berliner Auktionshaus kauft Insolvenzwaren bundesweit auf und veräußert sie vor Ort. Mysteryboxen werden ab zehn Euro angeboten, Wein ist bereits ab einem Euro pro Flasche erhältlich.

Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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