Do.. Juni 11th, 2026

Ein Metallverarbeitungsbetrieb aus Bad Friedrichshall im Kreis Heilbronn hat seine zweite Insolvenz nicht überlebt. Mit Eröffnung des Regelinsolvenzverfahrens am 1. Juni musste die S. P. Maier Metallverarbeitung GmbH den Betrieb endgültig einstellen. Allen 14 verbliebenen Mitarbeitern wurde betriebsbedingt gekündigt.

Das Unternehmen war 1993 in Heilbronn gegründet worden und hatte sich auf Metallverarbeitung sowie Werkzeugbau spezialisiert. Zu den Kunden zählten namhafte Automobilhersteller wie Volkswagen, Audi und Porsche. Bereits 2023 hatte der Familienbetrieb eine Insolvenz durchlaufen, damals jedoch erfolgreich. Im Rahmen einer sogenannten ubertragenden Sanierung wurden die wesentlichen Vermogenswerte auf eine neu gegrundete Gesellschaft ubertragen und der Betrieb so fortgefuhrt.

Dieses Mal gelang eine solche Losung nicht. Das Amtsgericht Heilbronn hatte bereits im April das vorlaufige Insolvenzverfahren eroffnet und Lutz Lohmann von der Kanzlei Ernestus zum vorlaufigen Verwalter bestellt. Trotz umfangreicher Bemuhungen konnte kein Investor gefunden werden, der bereit gewesen ware, das Unternehmen zu ubernehmen und weiterzufuhren. Ohne einen solchen Kaufer ist eine ubertragende Sanierung grundsatzlich nicht durchfuhrbar.

Da keine Fortfuhrungslosung realisiert werden konnte, konzentriert sich der Insolvenzverwalter nun auf die Verwertung des Anlageверmogens im Sinne der Glaubiger. Damit endet nach uber drei Jahrzehnten die Geschichte eines kleinen, aber in seiner Branche durchaus bedeutsamen Familienbetriebs.

Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.

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