Seit dem 2. Oktober 2024 stehen die Maschinen der rumänischen Fluggesellschaft Animawings am Boden. Das Unternehmen hat beim zuständigen Gericht die Einleitung eines Sanierungsverfahrens beantragt. Betroffen sind alle geplanten Flüge bis einschließlich 24. Oktober.
Besonders hart trifft es Reisende in Bayern. Animawings hatte erst im Frühjahr dieses Jahres eine tägliche Verbindung zwischen dem Flughafen München und der rumänischen Hauptstadt Bukarest aufgenommen. Lediglich samstags blieb die Strecke planmäßig ohne Flug. Die Flugzeit betrug rund zwei Stunden.
Technische Dauermängel und Kostendruck als Auslöser
Als Ursache für den Antrag auf Eröffnung des Sanierungsverfahrens nennt das Unternehmen wiederkehrende technische Probleme, die die Einsatzbereitschaft der eigenen Flotte immer wieder einschränkten. Hinzu kommen wirtschaftlicher Druck und deutlich gestiegene Betriebskosten. Die Kombination aus diesen Faktoren habe das Unternehmen in die Zahlungsnot getrieben.
Ob und in welchem Umfang eine Sanierung gelingt, bleibt offen. Animawings kündigt an, den Flugbetrieb zum Start des Winterflugplans am 25. Oktober wieder aufnehmen zu wollen. Der dann gültige Flugplan soll sich an der tatsächlich verfügbaren Flotte orientieren.
Was Betroffene jetzt wissen müssen
Passagiere, deren gebuchte Flüge im Oktober gestrichen wurden, erhalten laut Unternehmensangaben eine Bestätigung der Stornierung per E-Mail. Die Bearbeitung der Buchungen erfolgt in der Reihenfolge der jeweiligen Abflugdaten. Rückzahlungen und weitere Ansprüche sollen entsprechend den geltenden gesetzlichen Vorschriften abgewickelt werden.
Das Unternehmen bittet ausdrücklich darum, Anfragen zu einer Buchung nur einmal zu stellen. Mehrfachanfragen würden den Bearbeitungsprozess verlangsamen, so die Fluggesellschaft.
Für München-Bukarester Fluggäste bedeutet die Lage vorerst: Sie müssen auf andere Anbieter ausweichen, bis Animawings seinen Betrieb möglicherweise wieder aufnimmt.
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