Fr.. Aug. 7th, 2026

Mitten in der Wiener Innenstadt steht ein Kultbetrieb vor einer ungewissen Zukunft. Das Café Engländer in der Postgasse 2 im ersten Bezirk ringt nach dem plötzlichen Tod seines langjährigen Inhabers um den Fortbestand – und nun auch vor Gericht.

Beim Handelsgericht Wien liegt ein Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens über das Vermögen der Christian Wukonigg GmbH. Das Unternehmen betreibt das bekannte Innenstadtcafé. 30 Beschäftigte bangen um ihre Stellen, ihre Gehälter stehen teilweise seit Juni aus.

Auslöser der Krise ist der Tod von Firmengründer Christian Wukonigg am 7. Juli. Nach seinem Ableben übernahm Eva-Maria Wukonigg-Fletzberger die Notgeschäftsführung. Als Ursachen der Zahlungsunfähigkeit nennen Gläubigerschützer die Finanzierung gescheiterter Projekte sowie den Abfluss von Firmenvermögen. Insgesamt schuldet das Unternehmen 47 Gläubigern rund 1,1 Millionen Euro.

Der vorgelegte Sanierungsplan sieht die gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligung der Gläubiger von 20 Prozent vor. Diese Summe soll innerhalb von zwei Jahren ausgezahlt werden. Ob das realistisch ist, prüfen die Verantwortlichen derzeit eingehend. Forderungen können Gläubiger bereits anmelden.

Der Betrieb soll während des laufenden Verfahrens weitergehen. Das Café Engländer hatte in den vergangenen Wochen bereits durch eine weitere Hiobsbotschaft Schlagzeilen gemacht: Ein gleichnamiges Lokal am Praterstern schloss seine Türen.

Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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