Der Wuppertaler Hersteller Fahnen Herold hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen blickt auf 75 Jahre Firmengeschichte zurück und zählt zu den bekanntesten Produzenten von Fahnen, Flaggen und Wimpeln in Deutschland. Trotz der finanziellen Schieflage soll der Betrieb zunächst uneingeschränkt weiterlaufen, alle laufenden Aufträge werden weiter abgewickelt.
Die Beschäftigten werden in der Übergangsphase durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. So bleibt das Fachwissen im Unternehmen erhalten und der Alltag kann aufrechterhalten werden.
Fahnen Herold beliefert namhafte Kunden aus verschiedenen Branchen. Dazu gehören Automobilhersteller ebenso wie internationale Sportveranstaltungen, darunter Fussballweltmeisterschaften. Dennoch hat sich der wirtschaftliche Druck zuletzt erheblich verschärft. Als Hauptursache für die Insolvenz nennt die Unternehmensführung die anhaltende Krise der Automobilindustrie, die zu einem bedeutenden Auftraggeber zählt. Hinzu kommt wachsender Konkurrenzdruck aus Asien, der die Marktposition zusätzlich geschwächt hat.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hatte das Unternehmen in den vergangenen Jahren Millionen in moderne Drucktechnik investiert. Diese Investitionen reichten jedoch nicht aus, um die wirtschaftlichen Verluste aufzufangen.
Im Rahmen eines Eigenverwaltungsverfahrens soll nun eine umfassende Restrukturierung erarbeitet werden. Ziel ist eine dauerhafte Sanierung, entweder über einen Insolvenzplan oder durch die Beteiligung eines strategischen Investors.
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