Fr. 10. Apr.. 2026

Nach mehr als drei Jahrzehnten gibt der Saunabauer Teka aus Hann. Münden auf. Zum 1. Mai wird die Produktion endgültig eingestellt. Das Unternehmen aus dem Industriegebiet Volkmarshausen ist insolvent.

Geschäftsführerin Claudia Görs, die den Betrieb 2018 übernommen hatte, macht vor allem externe Faktoren für das Scheitern verantwortlich. Kaufzurückhaltung, wachsende Bürokratie und die schwierige Lage in der Bauwirtschaft hätten sich zu einer finanziellen Last entwickelt, die ein kleiner Handwerksbetrieb nicht mehr tragen konnte. Zu Jahresbeginn fehlten schlicht ausreichend Aufträge, um den laufenden Betrieb zu finanzieren, obwohl noch Angebote in Millionenhöhe offen waren.

Dabei hatte Teka Saunabau zuletzt rund 250 Saunen pro Jahr gefertigt, darunter zahlreiche Sonderanfertigungen für Privat und Geschäftskunden aus ganz Deutschland. Görs betont, dass weder Fachkräftemangel noch Nachwuchsprobleme das Unternehmen plagten. Im Gegenteil: Der Betrieb wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als bester Saunabauer Deutschlands, als Ausbildungschampion und 2023 als Arbeitgeber der Zukunft. Das macht den Verlust laut Görs besonders schmerzhaft.

Bis zur Insolvenzeröffnung beschäftigte das Unternehmen 22 Mitarbeiter. Alle Arbeitsverhältnisse mussten gekündigt werden. Derzeit arbeitet noch eine kleine Restbelegschaft daran, die letzten Aufträge bis Ende April abzuschliessen. Die übrigen Mitarbeiter wurden freigestellt.

Insolvenzverwalter Daniel Goth teilt mit, dass der Mitbewerber Corso Saunamanufaktur aus Bramsche bei Osnabrück den Auftragsbestand, die Kundenbeziehungen sowie die Website von Teka übernimmt. Ausgewählte Mitarbeiter sollen dort eine neue Stelle finden. Maschinen werden versteigert, die Betriebsimmobilie soll verkauft werden. Mit den erzielten Erlösen werden die Forderungen der Glaubiger bedient.

Ein zunächst eingeleitetes Insolvenzverfahren in Eigenregie scheiterte mangels ausreichender Auftragslage. Görs zieht ein ernuechterndes Fazit: Alle Beteiligten hatten bis zuletzt für den Fortbestand des Unternehmens gekämpft, doch ohne genug Projekte war eine Rettung nicht mehr möglich.

Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.

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