Sa.. Juni 13th, 2026

Das Schloss Leopoldsdorf bei Wien steht im Mittelpunkt eines Insolvenzverfahrens. Die Betreibergesellschaft des Anwesens, die Lifestyle Realbesitz Verwertungsgesellschaft, hat beim Landesgericht Korneuburg ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Der Auslöser: Wichtige Mieter wurden selbst zahlungsunfähig und zogen aus dem Schloss aus.

Zu den früheren Hauptmietern zählten die Eyemaxx International Holding und die VST Building Technologies AG. Beide Unternehmen meldeten Insolvenz an, woraufhin die zuständigen Masseverwalter die Mietverträge auflösten. Eine Neuvermietung der Flächen gelang nicht, da diese speziell auf die Anforderungen der früheren Nutzer zugeschnitten waren. Ohne Mieteinnahmen konnte das Unternehmen die laufenden Erhaltungskosten des Schlosses nicht mehr bestreiten.

Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich auf 12,9 Millionen Euro. Der weitaus größte Teil davon ist hypothekarisch abgesichert, sodass für den Sanierungsplan rechnerisch lediglich rund 366.000 Euro relevant sind. Den insgesamt 23 Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent angeboten.

Parallel zum Verfahren wird der Verkauf des Schlosses weiter vorangetrieben. Gespräche mit Kaufinteressenten, darunter Interessenten aus dem Ausland, hatten bislang zu keiner Einigung geführt. Das Unternehmen will das Objekt zu möglichst günstigen Konditionen veräußern.

Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Ludwig Lang eingesetzt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 2. Juli 2026 beim Gericht anmelden. Die Prüfungstagsatzung ist für den 16. Juli 2026 terminiert, die Abstimmung über den Sanierungsplan soll am 27. August 2026 stattfinden.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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