Di.. Juni 2nd, 2026

Das Schloss Leopoldsdorf in Niederösterreich steckt in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. Das Landesgericht Korneuburg hat ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung über die Betreibergesellschaft eröffnet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 12,9 Millionen Euro.

Auslöser der Misere war eine Kettenreaktion. Die Lifestyle Realbesitz-Verwertungsgesellschaft hatte das historische Anwesen jahrelang an verschiedene Unternehmen vermietet. Als 2021 gleich zwei bedeutende Mieter zahlungsunfähig wurden, brachen die Einnahmen weg. Sowohl die Eyemaxx International Holding & Consulting als auch die VST Building Technologies hatten dort Büroflächen angemietet. Nach deren Insolvenzen wurden die Mietverträge aufgelöst. Weder die Suche nach neuen Mietern noch Verkaufsbemühungen brachten seither Erfolg.

Insgesamt 23 Gläubiger sind von dem Verfahren betroffen. Ein Großteil der Schulden ist allerdings hypothekarisch abgesichert, da das Schloss und das bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnte Grundstück als Sicherheit dienen. Für einen Sanierungsplan sind daher tatsächlich nur rund 366.000 Euro quotenrelevant.

Der zuständige Insolvenzverwalter Michael Ludwig-Lang verfolgt trotz des laufenden Verfahrens weiterhin das Ziel, die Immobilie zu veräußern. Aus dem Ausland liegen bereits Interessenbekundungen vor, wie aussichtsreich diese Gespräche sind, bleibt jedoch offen. Gläubiger haben bis zum 2. Juli 2026 Zeit, ihre Forderungen anzumelden. Die Gläubigerversammlung ist für den 16. Juli angesetzt.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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