Mitten in der Produktion von Buchdruckpapieren gerät ein Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit: Die Schleipen Paper GmbH hat beim zuständigen Gericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. 73 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.
Betroffen sind zwei Standorte. Am Hauptsitz in Kappelrodeck befindet sich die Verwaltung des Unternehmens, in Bad Dürkheim läuft die Produktion. Beide Bereiche fallen unter das vorläufige Verfahren. Das Gericht bestellte André Berbuer von der Kanzlei BSK Berbuer Speier Kuhn PartG mbB zum vorläufigen Verwalter des insolventen Unternehmens.
Bereits vor dem formellen Schritt zum Insolvenzgericht hatte die Geschäftsleitung Kurzarbeit für die Belegschaft angemeldet. Das zeigt: Die finanzielle Schieflage zeichnete sich frühzeitig ab.
Schleipen Paper gehört zur Lenk Group, die übrigen Gesellschaften des Konzerns bleiben von dem Verfahren unberührt. Die Muttergesellschaft hatte das Werk erst vor wenigen Jahren übernommen. Im Rahmen eines Anteilskaufs erwarb die Lenk Paper GmbH am 1. Mai 2021 die traditionsreiche Papierfabrik in Bad Dürkheim vom damaligen Eigentümer Cordier Spezialpapiere GmbH. Anschließend überführte der Konzern den Betrieb in die neu gegründete Schleipen Paper GmbH und richtete ihn auf die Fertigung von Buchdruckpapieren sowie auf Verarbeitungsleistungen aus.
Nun, gut drei Jahre nach der Übernahme, steht das Unternehmen vor dem Scherbenhaufen dieser Strategie. Ob ein Investor gefunden werden kann oder ob ein Neustart gelingt, ist derzeit offen. Der vorläufige Verwalter prüft nun die wirtschaftliche Lage und die weiteren Handlungsoptionen.
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