So.. Juli 19th, 2026

Nicht nur steigende Kosten, sondern auch ein strukturelles Problem des deutschen Arbeitsmarkts hat einem Augsburger Traditionsunternehmen das Genick gebrochen. Die Grabmeier GmbH, ein auf Schneid und Verzahnungswerkzeuge spezialisierter Betrieb, ist zahlungsunfaehig. 21 Arbeitsplaetze stehen auf dem Spiel.

Das Amtsgericht Augsburg ordnete die vorläufige Verwaltung des insolventen Unternehmens an. Als vorläufigen Verwalter bestellte das Gericht Constantin Graf Salm-Hoogstraeten von der Kanzlei BBL Brockdorff. Dieser erklärte, seine Kanzlei analysiere derzeit die wirtschaftliche Lage des Betriebs. Eine belastbare Prognose zur weiteren Entwicklung sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Gleich mehrere Faktoren fuehrten in die Krise. Drastisch gestiegene Energiekosten belasteten das Unternehmen ebenso wie anhaltende Schwierigkeiten bei der Rohstoffversorgung und hohe Lohnkosten. Hinzu kommt ein Problem, das viele mittelstaendische Betriebe derzeit kennen: Der Mangel an qualifizierten Fachkraeften. Trotz intensiver Suche gelang es dem Unternehmen zunehmend weniger, geeignetes Personal zu finden und dauerhaft zu halten.

Die Grabmeier GmbH fertigte und reparierte Werkzeuge fuer die Bearbeitung von Metall, Holz, Kunststoff und Papier. Das Unternehmen hatte sich damit auf ein enges, aber technisch anspruchsvolles Marktsegment konzentriert.

Fuer die betroffenen Beschaeftigten greift vorerst eine gesetzliche Absicherung. Ihre Loehne und Gehaelter sind ueber das sogenannte Insolvenzgeld fuer einen Zeitraum von drei Monaten gesichert.

Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.

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