Di. 19. Mai. 2026

Das Wolfsburger Unternehmen Wob-Sky hat einen Insolvenzantrag gestellt. Der Betrieb ist auf den Verkauf und die Vermietung von Arbeitsbühnen sowie Teleskop- und Gabelstaplern spezialisiert und seit mehr als einem Jahrzehnt bundesweit tätig. Der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Hartwig von der Kanzlei Schultze und Braun hat die Aufgabe übernommen, die 15 Stellen am Firmensitz in der Max-von-Laue-Straße zu sichern.

Für die Suche nach geeigneten Investoren hat Hartwig die Unternehmensberatung Deloitte eingeschaltet. Bereits erste Interessenten hätten Kontakt aufgenommen, weitere Gespräche seien geplant. Hartwig zeigte sich optimistisch: Mit dem richtigen Partner bestünden gute Chancen, das Unternehmen mit seinem Leistungsangebot dauerhaft am Markt zu halten. Als mögliche Lösungen kommen ein Insolvenzplan zur eigenständigen Sanierung, der Einstieg eines Investors oder die Eingliederung in eine Unternehmensgruppe infrage.

Das Tagesgeschäft läuft laut Firmengründer und Geschäftsführer Oliver Barth uneingeschränkt weiter. Neben dem Verleih und Verkauf der Maschinen werden auch Schulungen und Serviceleistungen wie gewohnt angeboten. Kunden aus der Region Wolfsburg, aus Niedersachsen und dem gesamten Bundesgebiet seien über die Lage informiert und bekundeten vielfach ihre Unterstützung.

Als Hauptursache der finanziellen Schieflage nennt Barth die anhaltende Krise im Bau- und Immobiliensektor. Steigende Material und Rohstoffkosten hätten das Marktumfeld erheblich belastet. Da viele Auftraggeber von Wob-Sky selbst unter Druck stehen, gingen die Bestellungen merklich zurück. Weniger Baustellen und Gebäudedienstleistungen bedeuteten zwangsläufig auch eine geringere Nachfrage nach Arbeitsbühnen und Staplern.

Zusätzlich habe der Fachkräftemangel das Unternehmen belastet. Fehlende Mitarbeiter mussten teuer über externe Dienstleister ersetzt werden, was die Kosten weiter in die Höhe trieb. Die Kombination dieser Faktoren führte zu einer Liquiditätslücke, die aus eigenen Mitteln nicht zu schließen war.

Die Gehälter der Belegschaft sind nach Angaben des Unternehmens bis mindestens Ende Juni gesichert. Barth zeigte sich zuversichtlich, die eingeleiteten Maßnahmen mithilfe des Insolvenz und Sanierungsrechts erfolgreich abzuschließen.

Einen Überblick über weitere Insolvenzmeldungen im DACH Raum erhalten Sie auf unserer Seite Aktuelle Insolvenzen.

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