So. 17. Mai. 2026

Das Amtsgericht Mayen hat Mitte Mai das vorläufige Insolvenzverfahren über die Antriebstechnik Saftig GmbH eröffnet. Mit dem Fall beauftragt wurde Rechtsanwalt Jens Lieser, der das Verfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter begleitet.

Das Unternehmen mit Sitz in Plaidt im Kreis Mayen-Koblenz blickt auf eine rund 70-jährige Geschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1955 wird der Betrieb in der dritten Familiengeneration geführt. An den drei Standorten Plaidt, Saffig und Kottenheim sind insgesamt rund 110 Beschäftigte in den Bereichen Antriebstechnik und Elektromaschinenbau tätig. Ihre Vergütung ist für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld gesichert.

Der laufende Betrieb bleibt nach Angaben des Insolvenzverwalters vorerst uneingeschränkt aufrechterhalten. Lieser und sein Team haben sich bereits vor Ort ein Bild von der wirtschaftlichen Lage und den betrieblichen Strukturen gemacht. Die Belegschaft wurde zeitnah über die weiteren Schritte in Kenntnis gesetzt.

Als Ursache für die Zahlungsschwierigkeiten gelten branchentypische Belastungen. Gestiegene Kosten sowie eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung bei Kunden haben zu einem deutlichen Auftragsrückgang geführt. Die Folge war eine anhaltende Unterauslastung der Produktion, die das Unternehmen schließlich in die Insolvenz trieb.

Dennoch zeigt sich Lieser zuversichtlich. Das Unternehmen verfüge über tiefes Fachwissen, langjährige Kundenbindungen und eine gefestigte Marktstellung. Gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern sollen nun Sanierungsmöglichkeiten geprüft werden. Erklärtes Ziel ist der Erhalt des Familienunternehmens und die dauerhafte Fortführung des Betriebs.

Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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