So.. Juni 14th, 2026

Die Biobäckerei Schomaker aus Neukirchen-Vluyn kämpft ums Überleben. Das Amtsgericht Kleve eröffnete Ende April ein Insolvenzverfahren gegen das Unternehmen. Seitdem liegt die Kontrolle über das Firmenvermögen beim vorläufigen Insolvenzverwalter Bero-Alexander Lau aus Düsseldorf.

Die Bäckerei blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erich Schomaker gründete den Betrieb 1964 in Rheinberg. Sein Sohn Andreas übernahm die Geschäftsführung 1987 und stellte das Unternehmen konsequent auf ökologische Produktion um. Gemeinsam mit Landwirten aus der Region förderte er den Anbau alter Getreidesorten am Niederrhein. 2016 verlegte er den Firmensitz an die Weserstraße in Neukirchen-Vluyn.

Heute betreibt Schomaker sechs Filialen, unter anderem in Duisburg, Krefeld, Moers und Aachen, sowie Stände auf mehr als 20 Wochenmärkten. Darüber hinaus beliefert das Unternehmen Schulen und Kindergärten. Produkte sind im Rheinland sowie im niederländischen und belgischen Einzelhandel erhältlich.

Der laufende Betrieb ist vorerst gesichert. Die Löhne und Gehälter der rund 80 Beschäftigten sind für April, Mai und Juni durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgedeckt. Wie es ab Juli weitergeht, ist noch offen.

Lau zeigte sich dennoch zuversichtlich. Bereits mehrere Interessenten hätten Kontakt aufgenommen, um die Bäckerei zu übernehmen. Auch eine Sanierung aus eigener Kraft schließt er nicht grundsätzlich aus, sofern Geschäftsführer Andreas Schomaker diesen Weg einschlagen möchte. Bei einem Besuch der Firmenzentrale habe ihn die Sauberkeit und Transparenz des Betriebs beeindruckt. Die Qualität der Produkte stimme ihn positiv. „Gutes Brot ist eine tolle Sache“, so der Insolvenzverwalter.

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