Der Salzburger Bildungsanbieter inspire GmbH hat Insolvenz angemeldet. Das auf Sprachtraining, Business-Seminare und interkulturelle Schulungen spezialisierte Unternehmen durchläuft nun ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.
Ausschlaggebend für die finanzielle Notlage waren drastische Auftragskürzungen durch das Arbeitsmarktservice. Das bisherige Auftragsvolumen von rund 1,2 Millionen Euro wurde für das laufende Jahr auf 550.000 Euro gesenkt, also mehr als halbiert. Hinzu kam der vollständige Wegfall eines weiteren Großkunden infolge von Sparmaßnahmen. Besonders der Wiener Standort litt unter dem einbrechenden Auftragsvolumen.
Insgesamt sind 81 Beschäftigte von der Pleite betroffen, davon 60 als freie Dienstnehmer. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 800.000 Euro, etwa die Hälfte davon entfällt auf Forderungen der Hausbank. Dem stehen Vermögenswerte von circa 420.000 Euro gegenüber.
Das Unternehmen plant trotz der angespannten Lage eine Weiterführung des Betriebs. Rund 50 Gläubiger sollen im Rahmen eines Sanierungsplans eine Quote von 20 Prozent erhalten, die innerhalb von zwei Jahren ausgezahlt werden soll. Parallel dazu sind Maßnahmen zur Senkung der Fixkosten vorgesehen.
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