Ein Berliner Investor hat den traditionsreichen bayerischen Schuhhaendler Sutor uebernommen und damit den Fortbestand des Grossteils der Filialen gesichert. Von insgesamt 42 Standorten bleiben 36 erhalten, sechs muessen hingegen dauerhaft schliessen.
Zu den betroffenen Standorten zaehlen Muenchen-Moosach, Pfarrkirchen, Zwiesel und Kolbermoor. Die Filialen in Regensburg und im Landshuter Industriegebiet haben bereits geschlossen. Auch das Zentrallager in Landshut faellt weg. Fuer die verbleibenden Standorte wurden teilweise neue Mietvereinbarungen mit den Eigentuemern ausgehandelt.
Das Unternehmen wurde 1934 von Fritz und Ella Sutor in Landshut gegruendet. In den folgenden Jahrzehnten bauten ihre Soehne die Kette konsequent aus. Heute betreibt Sutor seine Geschaefte unter den Marken „Sutor“ und „Happy Schuh“ und beschaeftigt rund 400 Mitarbeiter. Im Januar 2026 stellten vier Gesellschaften des Unternehmens Insolvenzantraege, das Amtsgericht eroeffnete das Verfahren Ende Maerz desselben Jahres.
Investor Steffen Liebich setzt bewusst auf das stationaere Geschaeft. Er ist ueberzeugt, dass der persoenliche Kontakt im Handel wieder an Bedeutung gewinnt. Viele Kunden, die urspruenglich online einkauften, suchten inzwischen gezielt Fachgeschaefte auf, um sich beraten zu lassen. Liebich betont, dass ein rein digitales Angebot allein nicht mehr ausreiche. Der Onlineshop von Sutor ist derzeit wegen eines laufenden Lagerumzugs nicht verfuegbar.
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