Ein Hamburger Traditionslokal steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Über das Vermögen der Astra Brauerei St. Pauli GmbH wurde am 1. Mai 2026 ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Amtsgericht Hamburg ordnete dabei eine Eigenverwaltung an. Als Sachwalter fungiert Rechtsanwalt Matthias Wolgast von der Kanzlei Münzel und Böhm.
Die Astra St. Pauli Brauerei betreibt seit 2018 ein Restaurant am Nobistor im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Neben dem klassischen Astra Urtyp führt das Lokal eigene Kreationen wie das Dunkelbier Nachtschicht oder das Luden Lager. Zuletzt wurde mit dem Reep Royal eigens ein Bier zum 400. Jubiläum der Reeperbahn vorgestellt.
Obwohl die Marke Astra seit Jahrzehnten eng mit dem Kiez verbunden ist, gehört das Restaurant nicht zum dänischen Carlsberg Konzern, dem die Markenrechte gehören. Carlsberg unterhält jedoch eine enge Partnerschaft mit dem Lokal. Nach eigenen Angaben diente die Brauerei dem Konzern als Ort, um neue Biersorten zu entwickeln und die Marke erlebbar zu machen.
Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens bleibt das Restaurant vorerst geöffnet. Für den Mai sind noch mehrere Veranstaltungen angekündigt, darunter eine Retro Party, ein Quizabend sowie Karaoke. Ob und in welcher Form das Lokal langfristig weitergeführt werden kann, ist derzeit noch offen. Weder die Gesellschafter noch der Sachwalter haben sich bislang öffentlich geäußert.
Eine laufend aktualisierte Übersicht weiterer Firmeninsolvenzen im DACH Raum finden Sie unter Aktuelle Insolvenzen.
