Die Dresdner Lohrmanns Brauerei GmbH steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Mitte April reichte das Unternehmen beim Amtsgericht Dresden einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung ein. Das Verfahren wurde am 14. April angeordnet, als vorläufiger Sachwalter fungiert Rechtsanwalt Dr. Jörg Schädlich.
Die Brauerei geht auf ein Startup der Technischen Universität Dresden zurück und nahm 2019 ihren Betrieb auf. Seitdem hat das Unternehmen erhebliche Investitionen getätigt, die nun zusammen mit externen Belastungen zur Zahlungsunfähigkeit geführt haben. Als konkrete Ursachen nennt das Unternehmen Bauverzögerungen, Einschränkungen durch die Coronapandemie sowie strukturelle Mehrkosten, die die wirtschaftliche Lage zunehmend verschlechterten.
Trotz des laufenden Insolvenzverfahrens setzt die Brauerei ihren Betrieb uneingeschränkt fort. Brauerei und Gastronomie bleiben geöffnet, Veranstaltungen finden planmäßig statt und die Lohnzahlungen an die Mitarbeiter sind gesichert.
Intern arbeitet das Unternehmen derzeit an einem Fortführungskonzept. Ziel ist es, die Kostenstruktur an die tatsächliche Ertragslage anzupassen und den Betrieb auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen. Langfristig soll eine Entschuldung über einen Insolvenzplan erreicht werden.
Parallel dazu plant Lohrmanns die Erweiterung seines Sortiments. Noch in diesem Jahr sollen neue alkoholfreie Biervarianten auf den Markt kommen.
Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.
