Die Infinite Sea GmbH aus Völklingen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Als Hauptursache für die finanzielle Notlage nennt Insolvenzverwalter Udo Michalsky den Ausfall zweier zentraler Geldgeber, die sich nach Todesfällen aus der Finanzierung zurückgezogen hatten. Beide hatten das Unternehmen seit dessen Neuausrichtung im Jahr 2020 maßgeblich unterstützt.
Damals hatte die Gesellschaft ihr Geschäftsmodell grundlegend umgebaut und auf eine nachhaltige Aufzuchttechnik gesetzt. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts war die eigene Nachzucht von Fischen anstelle des Zukaufs von Jungfischen. Der Abschluss dieser Umstellung sowie eine deutliche Produktionssteigerung waren noch für dieses Jahr geplant.
Trotz der Insolvenz läuft der Betrieb weiter, vor allem um tierschutzrechtlichen Anforderungen zu genügen. Kunden aus der Gastronomie und dem Lebensmitteleinzelhandel werden nach wie vor beliefert.
Nun sucht der Insolvenzverwalter nach einem Investor, um das Unternehmen zu retten. Mehrere potenzielle Interessenten seien bereits vorhanden, mit denen Gespräche aufgenommen wurden. Allerdings besteht Zeitdruck: Bis Ende Juni muss eine tragfähige Lösung gefunden werden. Innerhalb dieses Zeitraums werden die 21 Beschäftigten über das gesetzliche Insolvenzgeld abgesichert.
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