Mo. 4. Mai. 2026

Eine der ältesten Fischereien Brandenburgs kämpft ums Überleben. Die Naturgut Köllnitz GmbH aus dem Landkreis Oder-Spree hat beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) Insolvenz angemeldet. Das Verfahren wurde auf Eigenantrag eröffnet, ein Insolvenzverwalter wurde bestellt. 19 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, der Betrieb läuft vorerst weiter.

Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Über Jahrhunderte hat sich die Fischerei am Groß Schauener Seengebiet gehalten und zu einem Mehrsparten-Betrieb entwickelt. Neben der Fischerei selbst umfasst das Naturgut eine Gastronomie, ein Hotel sowie einen Hofladen. Frisch gefangener Fisch wird direkt vor Ort verarbeitet, geräuchert und in der hauseigenen Hofküche angeboten.

Als Hauptursache für die wirtschaftliche Schieflage nannte Hauptgesellschafter Thomas Hölzel saisonale Umsatzschwankungen. Erschwerend kam eine unerwartete Kreditrückforderung hinzu, die die Liquidität des Unternehmens zusätzlich belastete. Hölzel entschied daraufhin, kein weiteres Privatkapital in den Betrieb zu stecken.

Trotz der schwierigen Lage gibt es Hoffnung. Nach Angaben des Insolvenzverwalters haben bereits erste Gespräche mit möglichen Übernehmern stattgefunden. Hölzel selbst wünscht sich einen finanzstarken Nachfolger, der das Naturgut in seiner heutigen Form weiterführt und dabei alle Geschäftsbereiche erhält.

Weitere Insolvenzfälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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