Fr.. Juni 19th, 2026

Jahrzehntelang beförderte Jöbstl Reisen Vereine, Gruppen und Firmen quer durch Österreich und ins Ausland. Nun ist das Ende des Traditionsbetriebs aus St. Martin im Sulmtal besiegelt: Die Johann Jöbstl GmbH hat beim zuständigen Gericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt.

Gegründet im Jahr 1980, blickte das steirische Familienunternehmen auf mehr als vier Jahrzehnte Busreisegeschäft zurück. Zum Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit beschäftigte der Betrieb noch genau zwei Mitarbeiter.

Als unmittelbaren Auslöser der Krise nennt das Unternehmen selbst das plötzliche und unerwartete Einfordern offener Finanzierungen durch Geldgeber. Ersatz ließ sich nicht schnell genug organisieren. Erschwerend kam hinzu, dass der Betrieb nach eigenen Angaben in erheblichem Maß auf Fremdkapital angewiesen war. Als die Finanzierungszusagen wegbrachen, geriet das Unternehmen in eine Schieflage, aus der es keinen Ausweg mehr fand.

Ob der Betrieb überhaupt weitergeführt werden kann, ist derzeit offen. Der eingesetzte Insolvenzverwalter prüft nun, ob eine Fortführung im Sinne der Gläubiger sinnvoll wäre. Nach aktueller Einschätzung, gestützt auf Angaben des Schuldners selbst, spricht wenig dafür.

Unberührt von der Pleite bleibt das Reisebüro Jöbstl. Dieses ist rechtlich eine eigenständige Gesellschaft und steht nicht in Zusammenhang mit dem insolventen Busreiseanbieter.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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