68 Beschäftigte verlieren ihren Job, das Betriebsgelände ist bereits verkauft, und der Betrieb steht still: Die Georg Schmidt GmbH aus Wilhelmshaven hat das Ende ihrer fast sieben Jahrzehnte langen Geschichte auf bittere Weise erreicht.
Eigentlich war die Schließung des Autohauses beschlossene Sache. Die Inhaber wollten altersbedingt aus dem Geschäft aussteigen und das Unternehmen zum Ende des laufenden Monats Juni geordnet abwickeln. Doch dazu kam es nicht mehr. Wenige Tage vor dem geplanten letzten Arbeitstag tauchte die Gesellschaft im Verzeichnis der zahlungsunfähigen Unternehmen auf.
Das Amtsgericht Wilhelmshaven bestellte daraufhin den Fachanwalt Michael Waculik zum vorläufigen Verwalter des insolventen Unternehmens. Er bestätigt, dass die von den Gesellschaftern angestrebte reguläre Auflösung der Firma gescheitert ist. Auf die Frage nach den genauen Ursachen gibt sich Waculik noch zurückhaltend: Die Ermittlungen dazu laufen noch. Als möglichen Auslöser nennt er außer Kontrolle geratene Kosten im Zuge der Betriebsaufgabe.
Fest steht: Sämtliche 68 Mitarbeiter haben bereits ihre Kündigung erhalten. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs schliesst Waculik aus. Stattdessen dient das verbleibende Vermögen der Gesellschaft nun der Begleichung offener Verbindlichkeiten. Das Unternehmensgelände wechselte bereits den Besitzer. Zuletzt erwirtschaftete die Georg Schmidt GmbH nach Angaben des Insolvenzverwalters einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro.
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