Sa. 9. Mai. 2026

Der Produzent der „Echten Salzburger Mozartkugel“ steckt erneut in der Pleite. Das Landesgericht Salzburg hat das Konkursverfahren über die Salzburg Schokolade GmbH mit Sitz in Grödig eröffnet, nachdem das Unternehmen einen neuerlichen Insolvenzantrag gestellt hatte.

Bereits 2021 war der Süßwarenhersteller erstmals zahlungsunfähig geworden. Damals sah der Sanierungsplan vor, die Gläubiger in zwei Tranchen zu befriedigen: Eine erste Rate von 20 Prozent wurde fristgerecht ausgezahlt, doch die verbleibenden 80 Prozent hätten bis Februar 2025 beglichen werden müssen. Dazu kam es nicht.

Als Sicherheit für die zweite Rate hatte das Unternehmen Liegenschaftsanteile hinterlegt. Ein aktuelles Gutachten beziffert deren Wert auf 9,9 Millionen Euro, was deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen liegt. Da der Erlös nicht ausreicht, um die vereinbarte Sanierungsplanquote vollständig zu erfüllen, blieb nur der Weg in die erneute Insolvenz. Die Verwertung der Grundstücksanteile steht laut Angaben des Kreditschutzverbands KSV1870 kurz vor dem Abschluss.

Rund 300 Gläubiger sind von der Pleite betroffen, die Verbindlichkeiten summieren sich auf 7,7 Millionen Euro. Die 58 Mitarbeiter, die bis Ende 2024 noch im Betrieb beschäftigt waren, haben mittlerweile alle ihre Kündigung erhalten. Die Produktion war bereits schrittweise zum Jahresende eingestellt worden.

Als Masseverwalter wurde der Salzburger Rechtsanwalt Johannes Hirtzberger eingesetzt. Die erste Gläubigerversammlung findet am 22. September 2025 am Landesgericht Salzburg statt. Forderungen können bis zum 8. September über den KSV1870 oder den Alpenlaendischen Kreditorenverband angemeldet werden.

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