Fr. 1. Mai. 2026

Das österreichische Gastrounternehmen Fürgast GmbH steckt in der Krise. Das 2016 gegründete Unternehmen betreibt ein Vier-Sterne-Hotel im steirischen Grambach mit 52 Zimmern, Seminarräumen und einem Restaurant. Zusätzlich beliefert es Werkskantinen und betreibt Automatenverkauf. Nun wurde ein Sanierungsverfahren beantragt.

Die finanzielle Schieflage hat mehrere Ursachen. Der Hotelbau, der 2021 begann, verteuerte sich erheblich, sodass höhere Kredite aufgenommen werden mussten. Gleichzeitig sorgte eine nahegelegene Baustelle durch Straßensperrungen für drastische Umsatzverluste im Hotel und Restaurant. Erschwerend kam ein Einbruchschaden von rund 200.000 Euro hinzu.

Auch das Kantinengeschäft entwickelte sich negativ. Da die belieferten Unternehmen zunehmend weniger Mitarbeiter vor Ort beschäftigten, schrumpfte der Kantinenbetrieb spürbar. Dies verursachte zusätzliche Kosten, während die Deckungsbeiträge kontinuierlich sanken.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 11,4 Millionen Euro, überwiegend aus Kreditverpflichtungen. Dem stehen Aktiva von etwa 7,4 Millionen Euro gegenüber, die hauptsächlich aus Liegenschaftsvermögen bestehen. Von der Insolvenz sind rund 100 Gläubiger sowie 47 Mitarbeiter betroffen.

Der Betrieb soll weitergeführt werden. Den Gläubigern wird im Rahmen des Sanierungsplans eine Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Plans.

Weitere aktuelle Unternehmensinsolvenzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht der aktuellen Insolvenzen.

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