So. 3. Mai. 2026

Der Solarmodulhersteller Soluxtec hat beim Amtsgericht Bitburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht. Das Unternehmen betreibt seit 15 Jahren Produktionsstandorte in Bitburg und Föhren und beschäftigt dort 70 Mitarbeiter, die nun von dem Verfahren betroffen sind. Ihre Gehälter sind für einen Zeitraum von drei Monaten durch das Insolvenzgeld abgesichert.

Das Gericht bestellte Rechtsanwalt Jakob Joeres von der Beratungsgesellschaft dhpg zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Dieser kündigte an, sich zunächst einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Lage zu verschaffen und gleichzeitig Gespräche mit der Unternehmensführung sowie potenziellen Investoren aufzunehmen. Gemeinsam mit der Geschäftsführung soll der Betrieb zunächst stabilisiert werden.

Ziel des Verfahrens ist es, das Unternehmen neu auszurichten, Kunden weiterhin mit Solarmodulen zu beliefern und die Arbeitsplätze zu erhalten. Geschäftsführer Tim Leukert zeigte sich dabei vorsichtig optimistisch: Gespräche mit Investoren seien bereits angelaufen und sollten möglichst bald zu einem positiven Ergebnis führen.

Als Ursache für die Schieflage gelten der massive internationale Konkurrenzdruck sowie drastisch gefallene Modulpreise. Diese Entwicklung setzt Photovoltaikherstellern in Deutschland und Europa seit Längerem zu. Zahlreiche Unternehmen der Branche haben den Markt bereits verlassen, und selbst eine wachsende Nachfrage schafft für europäische Anbieter kaum ausreichend Spielraum.

Eine laufend aktualisierte Übersicht weiterer Firmeninsolvenzen im DACH Raum finden Sie unter Aktuelle Insolvenzen.

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