Der Druck und Mediendienstleister MSP Druck und Medien GmbH aus Mudersbach im Westerwald steckt in der Krise. Ende April 2026 beantragte das Unternehmen beim Amtsgericht Betzdorf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Dr. Alexander Jüchser von der Kanzlei LIESER Rechtsanwälte eingesetzt.
Das Unternehmen betreibt zwei Standorte, einen in Mudersbach und einen weiteren in Elz, und beschäftigt insgesamt rund 110 Mitarbeiter sowie drei Auszubildende. Zum Leistungsangebot gehören Direct Mailing, Packaging und Fulfillment für nationale und internationale Auftraggeber, darunter Hotelketten und Kreditkartenunternehmen.
Trotz des Insolvenzantrags läuft der Betrieb ohne Einschränkungen weiter. Die Auftragslage sei derzeit gut, und mehrere Kunden sowie Lieferanten hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Geschäftsführer Markus Stricker zeigte sich zuversichtlich: Das Unternehmen verfüge über eine solide Marktposition und ein funktionierendes operatives Geschäft, das als Grundlage für eine Neuaufstellung dienen soll.
Belegschaft und Insolvenzverwalter wurden frühzeitig eingebunden. Auf Mitarbeiterversammlungen an beiden Standorten informierten Geschäftsführung und Insolvenzverwalter die Beschäftigten über die aktuelle Lage und die nächsten Schritte. Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für die Monate Mai bis Juli abgesichert. Danach übernimmt das Unternehmen die Zahlungen wieder selbst.
Ziel des Verfahrens ist eine dauerhafte Sanierung. Jüchser sieht dafür gute Voraussetzungen: Stabile Betriebsabläufe, eine gesunde Auftragssituation und qualifizierte Mitarbeiter bildeten eine tragfähige Basis. Er kündigte an, gemeinsam mit der Geschäftsführung eine langfristige Perspektive für das Unternehmen zu erarbeiten. Rechtlich begleitet wird MSP Druck und Medien dabei von der Koblenzer Kanzlei Eich Jakob und Partner.
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