Im belgischen Lüttich steht eine jahrzehntealte Industriegeschichte vor dem Ende: Die Giesserei Marichal Ketin ist zahlungsunfähig. 140 Stellen fallen damit weg.
Das Unternehmen hatte seit Februar unter gerichtlicher Aufsicht gestanden und in dieser Zeit intensiv nach Investoren gesucht. Trotz fortgeschrittener Verhandlungen mit mehreren Interessenten zogen sich die beiden aussichtsreichsten Kandidaten kurz vor dem Abschluss zurück. Ein verbindliches Übernahmeangebot ging nicht ein. Gleichzeitig verschlechterte sich die finanzielle Lage des Betriebs zunehmend.
Am Mittwochabend zog die Unternehmensführung die Konsequenzen und stellte offiziell den Insolvenzantrag. Marichal Ketin produzierte seit 1910 Walzen für Walzwerke und gehörte damit zu den aeltesten Betrieben der Region.
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