Der Metallverarbeiter Güntert Präzisionstechnik aus Villingen-Schwenningen hat Ende Februar beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen, das seit 1946 besteht und seit 1987 unter seinem heutigen Namen firmiert, beliefert Kunden aus der Automobil- und Maschinenbaubranche.
162 Beschäftigte sind von der Krise betroffen. Ihre Löhne und Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Der Geschäftsbetrieb wird derweil uneingeschränkt weitergeführt.
Als vorläufiger Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dirk Pehl von der Kanzlei Schultze und Braun eingesetzt. Bei einem Verfahren in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt und steuert die Sanierung eigenverantwortlich, steht dabei jedoch unter gerichtlicher Aufsicht.
Zu den genauen Ursachen der Schieflage äußerte sich das Unternehmen bislang nicht. Beobachter verweisen auf die anhaltenden Schwierigkeiten in der Automobilindustrie, von denen zahlreiche Zulieferer betroffen sind. Bereits in der Vergangenheit soll Güntert Stellen abgebaut haben. Ziel des eingeleiteten Verfahrens ist eine grundlegende Neuaufstellung, um den Fortbestand des Traditionsunternehmens langfristig zu sichern.
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