Mi. 6. Mai. 2026

Der Pharmahersteller R-Pharm Germany aus Illertissen hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Neu-Ulm hat das Verfahren offiziell eröffnet. Insolvenzverwalter Markus Fröhlich teilte mit, dass der Betrieb vorerst weiterläuft und die Finanzierung für die kommenden Monate gesichert ist.

Als Hauptursache der Zahlungsprobleme gelten die westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Kriegs sowie die russischen Gegenmaßnahmen. Das Unternehmen ist seit 2014 eine Tochtergesellschaft des gleichnamigen russischen Pharmakonzerns und beschäftigt am Standort rund 300 Mitarbeiter.

Trotz der schwierigen Lage gibt es Hoffnung auf eine Fortführung. Mehrere potenzielle Käufer prüfen derzeit die Geschäftszahlen und Risiken des Unternehmens. Positiv ist zudem, dass Bestandskunden weiterhin Aufträge erteilen, was die Verhandlungsposition bei einem Verkauf stärkt.

Der Standort Illertissen blickt auf eine mehr als 160 Jahre alte Geschichte zurück. Der Ulmer Unternehmer Heinrich Mack gründete den Betrieb im Jahr 1860. Zu Beginn wurden dort Seife und Drogeriewaren produziert. Anfang der 1970er Jahre übernahm der US-Pharmakonzern Pfizer das Werk, bevor R-Pharm es 2014 erwarb.

Einen Überblick über weitere Insolvenzmeldungen im DACH Raum erhalten Sie auf unserer Seite Aktuelle Insolvenzen.

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