Do. 23. Apr.. 2026

Der bayerische Investor Hans Kilger gerät weiter unter Druck. Mit der Domaines Kilger Schloss Gamlitz Betriebs GmbH hat nun eine weitere Gesellschaft aus seinem weitverzweigten Unternehmensgeflecht Insolvenz angemeldet. Das traditionsreiche Schloss Gamlitz in der südsteirischen Weinregion steht damit vor dem finanziellen Aus.

Von der Pleite sind 15 Beschäftigte und 57 Gläubiger direkt betroffen. Die Überschuldung des Unternehmens beläuft sich auf rund 2,1 Millionen Euro. Dem stehen Vermögenswerte von lediglich 27.000 Euro gegenüber. Hinzu kommen mögliche Forderungen verbundener Unternehmen, deren Umfang noch nicht abschließend geklärt ist.

Die 2018 gegründete Gesellschaft verantwortete den Hotel und Restaurantbetrieb auf dem Anwesen. Als Ursachen für das Scheitern gelten mehrere Faktoren: Die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie schwächten das Unternehmen erheblich, während steigende Preise durch die Inflation sowie der anhaltende Fachkräftemangel zusätzlich belastend wirkten. Eine Kombination, die viele Betriebe im Gastgewerbe in ernsthafte Schwierigkeiten gebracht hat.

Nach einer kurzfristigen Weiterführung des Betriebs soll das Unternehmen liquidiert werden. Die zuständigen Kreditschützer prüfen derzeit, ob aus früheren Investitionen in die Betriebsgebäude noch Ansprüche geltend gemacht werden können.

Die Lage im gesamten Kilger-Konzern ist angespannt. Bereits Ende Februar geriet die Hauptgesellschaft des Investors in Bedrängnis. Im März wurde bekannt, dass sich die Schulden der zentralen Kilger-Gesellschaft auf mehr als 80 Millionen Euro summieren. Die Insolvenz in der Südsteiermark reiht sich damit in eine Serie von Rückschlägen ein, die das Firmenimperium des bayerischen Investors zunehmend unter Druck setzt.

Weitere aktuelle Unternehmensinsolvenzen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden Sie in unserer Übersicht der aktuellen Insolvenzen.

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