Do.. Sep. 17th, 2026

Mehr als eineinhalb Jahrhunderte stand der Name Hans Carl für Fachjournalismus rund ums Bierbrauen. Nun steht das Nürnberger Verlagshaus vor dem wirtschaftlichen Aus.

Am 20. Juli 2026 reichte das Unternehmen beim Amtsgericht Nürnberg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein. Die Krise trifft einen Betrieb, der seit über 165 Jahren in Familienhand liegt und heute 16 Beschäftigte zählt. Geschäftsführer Michael Schmitt, Vertreter der sechsten Familiengeneration, macht die anhaltenden Schwierigkeiten der Braubranche und ihrer Zulieferer für die Schieflage verantwortlich. Als auf diesen engen Markt spezialisiertes Unternehmen treffe die wirtschaftliche Schwäche des Sektors den Verlag mit besonderer Wucht.

Das Amtsgericht bestellte Dr. Harald Schwartz von der Nürnberger Kanzlei Schwartz Insolvenzverwalter zum vorläufigen Verwalter. Er übernimmt die Aufsicht über den laufenden Betrieb, der vorerst unverändert weiterläuft. Alle Ausgaben erscheinen weiterhin im gewohnten Rhythmus.

Das Verlagsportfolio dreht sich vollständig um die Brauwirtschaft. Das Kernerzeugnis ist die Fachzeitschrift BRAUWELT, die sowohl gedruckt als auch digital und auf Englisch erscheint. Dazu kommen ein umfangreiches Onlinearchiv, wissenschaftliche Fachbeiträge sowie Fachbücher und Podcasts.

Nun sucht die Verlagsleitung gemeinsam mit dem vorläufigen Verwalter nach einem Investor, der das Fortbestehen beider Hauptpublikationen langfristig absichert.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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