Zwei Produktionsstandorte in Rheinfelden stehen vor dem endgültigen Aus. Die Aluminium Rheinfelden Alloys GmbH und die Aluminium Rheinfelden Semis GmbH haben beim zuständigen Amtsgericht jeweils die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht entscheidet nun über die Anträge, die am 16. Juli eingereicht wurden.
Beide Gesellschaften werden ihre Produktion dauerhaft einstellen. Der Grund ist wirtschaftlicher Natur. Von der Schließung betroffen sind insgesamt rund 185 Beschäftigte.
Die Geschäftsführung kündigte an, umgehend Gespräche mit dem Betriebsrat aufzunehmen. Ziel ist es, möglichst sozialverträgliche Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden.
Die beiden insolventen Einheiten sind Teil einer größeren Unternehmensgruppe. Nicht betroffen ist Rheinfelden Carbon Products, das weiterhin unverändert operiert und künftig den alleinigen Fokus der Gruppe bildet.
Die Produktpalette der betroffenen Gesellschaften war breit aufgestellt. Rheinfelden Semis lieferte sogenannte Butzen, also Rohlinge aus Aluminium, die unter anderem bei der Herstellung von Spraydosen, Tuben und pharmazeutischen Verpackungen zum Einsatz kamen. Rheinfelden Alloys wiederum produzierte maßgeschneiderte Legierungen für den Maschinenbau und die Automobilbranche.
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