Kaum drei Jahre nach ihrer Gruendung steht die wibutler pro GmbH vor dem wirtschaftlichen Aus. Das Unternehmen, das von vier namhaften Herstellern gemeinsam aufgebaut wurde, beantragte die Eroeffnung eines Insolvenzverfahrens. Ein Sachwalter soll nun die Sanierung und Weiterführung des Betriebs sicherstellen.
Hinter der wibutler pro GmbH steckt eine ungewoehnliche Konstellation. Die Unternehmen Bega, Eltako, Oventrop und Viessmann gruendeten das Gemeinschaftsunternehmen am 6. September 2022. Ihr gemeinsames Ziel war die Weiterentwicklung einer Plattform fuer vernetzte Geraeutetechnologie. Bega, Eltako und Oventrop uebernahmen dabei je ein Viertel der Anteile von Viessmann, der bis dahin alleiniger Eigentuemer gewesen war.
Fuer Viessmann ist es nicht die erste Begegnung mit einer Unternehmenspleite in diesem Umfeld. Bereits 2018 hatte der Heizungshersteller die damalige wibutler GmbH aus einem laufenden Insolvenzverfahren herausgekauft und damit vorerst gerettet. Nun trifft die Zahlungsunfaehigkeit das Nachfolgeunternehmen selbst.
Die vier Industrieunternehmen hatten mit der Plattform offenbar ehrgeizige Plaene. Vernetzung und Steuerung von Geraeudetechnik gelten als Wachstumsmarkt. Ob die Zusammenarbeit der Konkurrenten unter einem Dach wirtschaftlich tragfaehig war, muss sich nun im Rahmen des Verfahrens zeigen.
Der bestellte Sachwalter verfolgt dem Vernehmen nach das Ziel, den Geschaeftsbetrieb aufrechtzuerhalten und eine Sanierung einzuleiten. Ob das gelingt, haengt massgeblich davon ab, ob sich ein Investor oder eine tragfaehige Loesung fuer die Plattform findet. Angaben zur Zahl der betroffenen Mitarbeiter liegen derzeit nicht vor.
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