Sa. 9. Mai. 2026

Seit fast neun Jahrzehnten stellt das bayerische Unternehmen Dr. Willi Knoll Kartoffelprodukte her. Nun kämpft der Betrieb ums Überleben: Das Insolvenzgericht Neu-Ulm eröffnete das Verfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung zum 1. Mai.

Die Dr. Willi Knoll GmbH & Co. KG aus Krumbach befindet sich in Eigenverwaltung. Als Sachwalter wurde der Ulmer Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz eingesetzt, der bereits bei prominenten Sanierungsfällen wie Schlecker und Galeria Karstadt Kaufhof tätig war. Rund 50 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen. Berichten zufolge hatte das Unternehmen bereits seit Längerem mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen.

Das 1936 gegründete Unternehmen startete zunächst mit der Konservierung von Obst und Gemüse. Nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte es sich auf verzehrfertige Kartoffelprodukte und baute sein Sortiment stetig aus. Heute umfasst das Angebot unter anderem Kartoffelknödel, Püree, Kartoffelpuffer und Gnocchi, die bundesweit vertrieben werden.

Gläubiger haben bis zum 1. Juni Zeit, ihre Forderungen beim Sachwalter anzumelden. Dem Gläubigerausschuss gehören unter anderem Allianz Trade und die AOK Bayern an, außerdem eine Mitarbeiterin des Unternehmens. Für den 6. Juli ist eine Gläubigerversammlung angesetzt. Dabei soll entschieden werden, ob der Betrieb fortgeführt oder stillgelegt wird. Wie es für das Unternehmen und seine Mitarbeiter weitergeht, ist derzeit offen.

Einen Überblick über weitere Insolvenzmeldungen im DACH Raum erhalten Sie auf unserer Seite Aktuelle Insolvenzen.

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