Di. 21. Apr.. 2026

Die Süddeutsche Imkergenossenschaft (SIG) mit Standorten in Göppingen und Ensdorf steckt in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. Das 1961 gegründete Unternehmen hat einen Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren gestellt.

Vorstandsmitglied Sabine Wagner nennt mehrere Ursachen für die Schieflage: sinkende Umsätze, ein Rückgang bei Neuimkern sowie stark gestiegene Betriebskosten. Hinzu kommt der Druck durch billige Importware, die den deutschen Honigmarkt zunehmend belastet. Ein weiterer schwerer Schlag war der unerwartete Tod des Leiters der Honigverarbeitung in Ensdorf Ende 2025. Wagner sprach von einem wichtigen Verlust für den Betrieb, der die ohnehin angespannte Lage weiter verschlechtert habe.

Aktuell läuft das vorläufige Verfahren bis Ende April. Parallel dazu sucht ein beauftragter Insolvenzberater nach einem geeigneten Investor, der die Genossenschaft fortführen könnte. Wagner betont, dass in Ensdorf alle notwendigen Kapazitäten vorhanden seien, um große Mengen Honig zu verarbeiten. Auf die Mitglieder der Genossenschaft kommen im Zuge des Verfahrens keine finanziellen Belastungen zu.

Sollte sich kein Käufer finden, droht die Auflösung des Unternehmens. In diesem Fall würde das Vermögen liquidiert und die Belegschaft entlassen. Für die angeschlossenen Imker wäre das ein erheblicher Einschnitt, da ihnen eine zentrale Anlaufstelle für Verarbeitung und Vermarktung fehlen würde.

Um den Warenbestand zu reduzieren, bietet die SIG derzeit Rabatte auf das gesamte Sortiment an. Interessenten, die sich über eine mögliche Übernahme informieren möchten, können sich direkt an die Genossenschaft oder den Insolvenzberater wenden.

Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert