Mi. 15. Apr.. 2026

Ein Preisverfall auf dem Schweinefleischmarkt und Verluste im Exportgeschäft haben die Porky Gröden Schweinezucht und Mast GmbH aus dem Landkreis Wittenberg in die Zahlungsunfähigkeit getrieben. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau hat das Regelinsolvenzverfahren eröffnet.

Insolvenzverwalter Joachim Voigt-Salus erklärte, das Unternehmen habe expandieren wollen, sei jedoch durch schwierige Marktbedingungen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Zu den Hauptursachen zählen internationale Handelskonflikte, die zu spürbaren Einbußen im Export geführt haben, sowie ein starkes Überangebot auf dem Schweinefleischmarkt gegen Ende des Jahres 2025. In der Folge deckten die erzielten Verkaufspreise in den Monaten Januar und Februar 2026 lediglich rund 60 Prozent der tatsächlichen Herstellungskosten.

Rund 30.000 Tiere müssen versorgt werden

Der Betrieb mit etwa 50 Mitarbeitern läuft derzeit ohne Einschränkungen weiter. Im Mittelpunkt des Insolvenzverfahrens steht laut Voigt-Salus die lückenlose Versorgung der rund 30.000 Tiere sowie deren bestmögliche Vermarktung bis zum Sommer unter Berücksichtigung des Tierwohls. Parallel dazu soll ein Investor gefunden werden, der das Unternehmen langfristig fortführt. Mehrere Interessenten hätten sich bereits gemeldet.

Porky betreibt mehrere Standorte und landwirtschaftliche Flächen im Landkreis Wittenberg, darunter in Gröden, Steinsdorf und Gorsdorf. Die Anlage in Gröden verfügt über rund 4.000 Stallplätze für Zuchtsauen und gehört damit zu den größten Einrichtungen dieser Art in ganz Deutschland.

Eine laufend aktualisierte Übersicht weiterer Firmeninsolvenzen im DACH Raum finden Sie unter Aktuelle Insolvenzen.

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