Das Amtsgericht Karlsruhe hat Mitte März das vorläufige Insolvenzverfahren über das Karlsruher Unternehmen Rückert + Müller GmbH eröffnet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Ilkin Bananyarli von der Anwaltskanzlei Pluta eingesetzt.
Das 1980 gegründete Unternehmen ist auf elektrotechnische Planung, Installation und Wartung spezialisiert. Zum Leistungsportfolio zählen außerdem Gebäudeautomation sowie Sicherheitstechnik wie Brandmeldeanlagen und Zutrittskontrollsysteme. Seit mehr als vier Jahrzehnten bedient Rückert + Müller vorwiegend Gewerbe und Industriekunden in der Region Karlsruhe.
Als Ursache der Insolvenz gilt ein deutlicher Umsatzrückgang, der zu Liquiditätsengpässen führte. Sinkende Auftragsvolumen, bedingt durch die allgemeine wirtschaftliche Zurückhaltung vieler Kunden, belasteten die Finanzlage des Betriebs zunehmend.
Der Geschäftsbetrieb läuft unterdessen uneingeschränkt weiter. Laufende Aufträge werden planmäßig abgewickelt, und Kunden können ihre gewohnten Ansprechpartner weiterhin erreichen. Die rund 55 Beschäftigten wurden über die Lage informiert. Ihre Gehälter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert, wofür das Pluta-Team eine entsprechende Vorfinanzierung organisiert hat.
Bananyarli betont, dass sein Team sämtliche Handlungsoptionen prüfen und einen strukturierten Investorenprozess durchführen werde. Ziel sei es, einen Käufer zu finden, der den Betrieb vollständig übernimmt und damit die Arbeitsplätze sichert. Auch die Geschäftsleitung zeigt sich entschlossen: Man arbeite gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter an einer tragfähigen Zukunftslösung und setze auf einen erfolgreichen Investorenprozess.