Mi. 6. Mai. 2026

Der Automobilhändler Autolöwen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind 138 Angestellte und 34 Auszubildende an insgesamt acht Standorten in Baden-Württemberg.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall wurde im Jahr 2000 als Peugeot-Händler gegründet. Der Firmenname leitet sich vom markentypischen Löwenlogo ab. Seit 2018 führt eine neue Geschäftsleitung das Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Fahrzeugen des Stellantis-Konzerns spezialisiert hat. Zum Portfolio gehören Marken wie Opel, Fiat, Peugeot und Jeep.

In den Jahren nach der Übernahme wuchs Autolöwen durch den Zukauf mehrerer Niederlassungen erheblich. Neben zwei Filialen in Schwäbisch Hall betreibt das Unternehmen weitere Standorte in Crailsheim, Aalen, Heilbronn, Öhringen sowie zwei Niederlassungen in Ludwigsburg.

Trotz des Wachstumskurses geriet das Unternehmen zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Bereits im Geschäftsjahr 2023/24 wies Autolöwen rote Zahlen aus. Für das laufende Jahr rechnet die Geschäftsführung mit einem noch deutlicheren Einbruch, da die gesamte Automobilbranche in einer anhaltenden Krise steckt.

Der Insolvenzantrag wurde noch im April eingereicht, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Markus Schuster von der Kanzlei Schultze und Braun bestätigte. Geplante Gegenmaßnahmen, darunter die Zusammenlegung der beiden Schwäbisch Haller Standorte, wurden nicht mehr rechtzeitig umgesetzt.

Unsere laufend aktualisierte Übersicht zu weiteren Unternehmensinsolvenzen im DACH Raum finden Sie hier: Aktuelle Insolvenzen.

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