Das Amtsgericht Aachen hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren über die Volker Lang Accessoires GmbH eröffnet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde David Georg eingesetzt. Das Unternehmen mit Sitz an der Heinrichsallee in Aachen steht damit vor einer ungewissen Zukunft.
Volker Lang gründete das Unternehmen 1983 in Hamburg, nachdem er Modedesign studiert hatte. Seither hat sich die Marke auf handgefertigte Lederwaren wie Handtaschen und Portemonnaies spezialisiert und in der Vergangenheit mehrere Designpreise gewonnen. Die Produkte sind im gehobenen Preissegment angesiedelt, Handtaschen kosten meist etwas mehr als 200 Euro. Neben dem Hauptgeschäft in Aachen unterhält das Unternehmen Filialen in Hamburg und Bremen sowie einen Onlineshop.
Als Ursache der Krise gilt der anhaltende Wandel im Konsumverhalten. Lang hatte sich bereits Ende vergangenen Jahres besorgt gezeigt: Seit der Coronapandemie sei die Kaufzurückhaltung deutlich spürbar, und im Onlinehandel könne man mit den großen Anbietern kaum mithalten. Die technischen Anforderungen seien schlicht zu komplex.
In Aachen arbeitete Lang gemeinsam mit einer Mitarbeiterin an neuen Entwürfen. Weitere Beschäftigte sind an Produktionsstandorten in Tschechien und Tunesien tätig. Wie viele von ihnen von der Insolvenz betroffen sind, ist bislang nicht bekannt. Auch eine Stellungnahme des Insolvenzverwalters steht noch aus.
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