Sa.. Sep. 12th, 2026

Jahrelang stand Heavy Tools für Snowboards, Mountainbikes und urbane Streetwear. Nun trifft es die österreichische Niederlassung der Modesparte hart: Die Heavy Tools Clothing Division und Equipment Handels GmbH hat beim zuständigen Gericht die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Feldkircher Rechtsanwalt Michael Berghofer.

Die Wurzeln der Marke reichen bis in die achtziger Jahre zurück. Damals begannen die Brüder Feldtänzer mit der Fertigung von Surfboards unter dem selbst erdachten Label. 1987 erweiterten sie ihr Sortiment um Mountainbikes und BMX-Räder, mit denen Heavy Tools weltweit Bekanntheit erlangte. Sechs Jahre später kamen Snowboards dazu. Schrittweise öffnete sich das Unternehmen auch in Richtung Mode und Lebensstilprodukte.

Der entscheidende Wendepunkt kam 1997. Damals teilte die Gründerfamilie das Unternehmen auf: Die Bekleidungslinie übernahm eine ungarische Tochtergesellschaft, die Fahrradrechte gingen an den österreichischen Hersteller KTM Fahrrad GmbH. Ein Wiederbelebungsversuch der Fahrradmarke als Elektrofahrrad scheiterte 2019.

Die ungarische Seite des Unternehmens hingegen entwickelte Heavy Tools zu einer gefragten Marke für lässige Alltagskleidung weiter. Und diese Seite des Konzerns bleibt vom aktuellen Zahlungsausfall vollständig unberührt. Die Prémium Sport Kft. mit Sitz in Budapest ist weiterhin Markeninhaberin und setzt ihren Expansionskurs fort.

Betroffen ist ausschließlich die österreichische Handelsgesellschaft, die als eigenständige nationale Vertriebseinheit für den Bekleidungssektor tätig war. Gläubiger dieser Gesellschaft können ihre offenen Forderungen noch beim zuständigen Gericht zur Anmeldung bringen.

Eine laufend aktualisierte Übersicht weiterer Firmeninsolvenzen im DACH Raum finden Sie unter Aktuelle Insolvenzen.

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