Das Amtsgericht Hannover hat das Insolvenzverfahren über die House of Sweets Hannover GmbH eröffnet. Die bundesweit tätige Süßigkeitenkette, die ihren Aufstieg vor allem sozialen Netzwerken verdankt, steckt nun in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Lars Rühmland wurde als Insolvenzverwalter eingesetzt.
Besonders auffällig ist die Schließung des Flagship-Standorts in der Hannoveraner Innenstadt nahe dem Hauptbahnhof. Die rund 350 Quadratmeter große Filiale war erst im August 2024 eröffnet worden und galt als größter Standort der Kette in Deutschland. Heute stehen die Regale leer.
Neben Hannover haben auch die Filialen in Braunschweig, Dortmund und Kassel geschlossen. Braunschweig ist dabei von besonderer Bedeutung: Dort wurde das Unternehmen im Jahr 2018 gegründet. Sämtliche betroffenen Standorte sind im Netz inzwischen als dauerhaft geschlossen markiert.
Seinen Durchbruch erlebte House of Sweets während der Coronapandemie 2020, unter anderem durch Kooperationen mit Prominenten wie Rapper Sido und Sängerin Senna Gammour. Die Reichweite in sozialen Medien trieb das Wachstum der Kette voran und führte zur Expansion in mehrere deutsche Städte.
Einige wenige Filialen, darunter in Berlin und Leipzig, haben nach aktuellem Stand noch geöffnet. Der Onlineshop des Unternehmens ist zwar erreichbar, nimmt jedoch keine Bestellungen mehr an. Als Grund wird auf der Firmenwebseite ein Umzug des Lagers genannt.
Zu den Hintergründen der Insolvenz hat sich die Geschäftsführung bislang nicht geäußert. Konkrete Ursachen für die finanzielle Schieflage sind öffentlich nicht bekannt.
Eine laufend aktualisierte Übersicht weiterer Firmeninsolvenzen im DACH Raum finden Sie unter Aktuelle Insolvenzen.
