Zahlreiche Kunden, die Gutscheine des Kerzenanbieters PartyLite in den Händen halten, stehen nun vor einem Problem. Die österreichische Tochtergesellschaft des Schweizer Unternehmens PartyLite Trading S.A. hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Gläubigerschutzverband AKV machte die Nachricht öffentlich.
Die PartyLite Handelsgesellschaft mit Sitz in Wien soll vollständig geschlossen werden. Schulden in Höhe von 700.000 Euro stehen im Raum. Besonders brisant: Unter den Gläubigern befinden sich laut AKV auffällig viele Gutscheininhaber, deren Ansprüche nun ungewiss sind.
Der Zusammenbruch des österreichischen Ablegers kommt nicht überraschend. Bereits Ende August war die deutsche Gesellschaft des Konzerns zahlungsunfähig geworden. Die Insolvenz in Österreich reiht sich damit in eine Abfolge von Rückzügen des international tätigen Unternehmens ein, das im Bereich Wohnaccessoires und Duftprodukte tätig war und seine Waren im Direktvertrieb absetzte.
PartyLite gehört zu einem internationalen Konzernverbund. Die Schweizer Muttergesellschaft steht hinter dem österreichischen Ableger, der nun seine Geschäftstätigkeit einstellt. Ob und in welchem Umfang die Gläubiger mit einer Befriedigung ihrer Forderungen rechnen können, ist derzeit offen.
Das Geschäftsmodell des Unternehmens basierte auf dem Direktvertrieb von Kerzen und verwandten Duftwaren, also dem Verkauf ohne stationären Einzelhandel. Dieses Vertriebskonzept verlor in den vergangenen Jahren zunehmend an Zugkraft. Der österreichische Markt erweist sich nun als einer der letzten Schauplätze des unternehmerischen Rückzugs.
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