Das Landesgericht Steyr hat Ende Mai ein Konkursverfahren über die Bitter Engineering & Systemtechnik GmbH mit Sitz in Sierning eröffnet. 53 Beschäftigte sind von der Pleite betroffen, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 575.000 Euro.
Das Unternehmen war auf die Überlassung von Arbeitskräften an die Automobilzulieferindustrie spezialisiert. Als Hauptursachen für die Zahlungsunfähigkeit nennt die Geschäftsführung die seit Jahren anhaltende Schwäche der Automobilbranche sowie die aktuelle Lage im internationalen Handel. Hinzu kommt, dass Entwicklungsleistungen zunehmend an Dienstleister in Asien vergeben werden.
Besonders schwer wog der Rückzug eines zentralen Auftraggebers, der seinen Bedarf an Leiharbeitern um die Hälfte drosselte. Freie Einsatzmöglichkeiten für die freigestellten Mitarbeiter ließen sich kurzfristig nicht finden, und auch ein Sanierungsversuch blieb ohne Erfolg. Damit war der Weg zum Insolvenzgericht nicht mehr abzuwenden.
Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Heinz Kassmannhuber bestellt, sein Stellvertreter ist Gerwin Freilinger. Beide sind in Steyr ansässig. Der Verwalter wird nun prüfen, welche laufenden Projekte er übernehmen und weiterführen kann.
Die genaue Zahl der Gläubiger ist noch offen, ebenso steht die Bewertung der Aktiva noch aus. Die Angaben des Unternehmens konnten bislang nicht abschließend geprüft werden.
Betroffene Gläubiger haben bis zum 21. Juli 2026 Zeit, ihre Forderungen beim KSV1870 anzumelden, der die Gläubigerinteressen in diesem Verfahren vertritt. Anmeldungen sind per E-Mail an insolvenz.linz@ksv.at möglich.
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