Di.. Juni 2nd, 2026

Das Amtsgericht Chemnitz hat ein vorläufiges Sanierungsverfahren gegen die Duralin Leichtmetall GmbH Sachsen eingeleitet. Der Dresdner Wirtschaftsjurist Thomas Beck wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt. Das Unternehmen mit Sitz im erzgebirgischen Stollberg hat seine Zahlungen eingestellt.

Als Hauptursache der Krise gilt eine Kreditbelastung aus einer früheren Firmenübernahme. Die damit verbundenen Tilgungsverpflichtungen zehrten die Liquidität des auf Aluminium-Balkone spezialisierten Betriebs dauerhaft auf. Beck betonte, dass die 21 Beschäftigten dem Unternehmen ebenso wie die Kundschaft die Treue hielten. Ihre Gehälter sind bis Ende Juni gesichert.

Der Geschaeftsbetrieb laeuft unterdessen ohne Einschraenkungen weiter. Firmenchef Uwe Petzold zeigte sich optimistisch: Die Auftragsbuecker seien gut gefüllt und der Kontakt zur Kundschaft eng. Beck prueft derzeit saemtliche Sanierungsoptionen, darunter einen Insolvenzplan sowie eine uebertragende Sanierung mit einem externen Investor.

Muttergesellschaft ebenfalls zahlungsunfaehig

Die Lage wird dadurch erschwert, dass auch die Eigentuemerin des Stollberger Unternehmens in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Die Petzold Management GmbH, Alleingesellschafterin der Duralin Leichtmetall Sachsen, ist seit Mitte Mai selbst insolvent. Laut Geschaeftsbericht 2024 hatte sie ihrer Tochtergesellschaft drei Darlehen gewaehrt, die mit selbstschuldnerischen Buergschaften von insgesamt 3,35 Millionen Euro sowie mit dem Warenlager besichert waren.

Die Geschichte des Unternehmens reicht weit zurueck: Duralin wurde 1962 als Familienbetrieb in Muenchen gegruendet. Der Standort in Stollberg existiert seit 1994.

Wenn Sie weitere aktuelle Firmeninsolvenzen im DACH Raum suchen, finden Sie diese in unserer Übersicht Aktuelle Insolvenzen.

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