Do. 12. März. 2026

Ein großer europäischer Hersteller von hochwertigen Holzprodukten hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das Unternehmen Mocopinus mit Hauptsitz in Ulm sowie Werken in Karlsruhe und Ammelsheim bei Leipzig will sich so vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit schützen.

Derzeit arbeiten alle 270 Beschäftigten an den drei Standorten normal weiter. Kundenaufträge werden wie gewohnt bearbeitet und ausgeliefert. Auch die Gehälter der Belegschaft sind für die kommenden drei Monate gesichert, da das Insolvenzgeld bereits vorfinanziert wurde.

Das zuständige Amtsgericht hat dem Antrag stattgegeben und einen vorläufigen Sachwalter bestellt. Im sogenannten Eigenverwaltungsverfahren behält die bisherige Geschäftsführung jedoch die operative Kontrolle und führt die Sanierungsmaßnahmen selbst durch.

Als Auslöser für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen den anhaltenden Einbruch im Baugewerbe. Die stark rückläufigen Bauaktivitäten und deutlich weniger erteilte Wohnbaugenehmigungen haben die Nachfrage gedämpft. Ein weiterer Faktor ist die nicht mehr verfügbare Rohware aus Sibirien, die bisher zentral für die Produktion war.

Das Unternehmen, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1865 zurückreichen, ist auf qualitativ hochwertige Holzprodukte für Fassaden, Terrassen und den Innenbereich spezialisiert. Das Ziel des nun eingeleiteten Verfahrens ist es, den Betrieb unter veränderten Marktbedingungen langfristig zu erhalten und wettbewerbsfähig zu sanieren.

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