Preckel Automobile hat ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Das Amtsgericht setzte am 24. November 2025 eine vorläufige Sachwalterschaft ein, um Zeit für eine umfassende Neuausrichtung zu schaffen. Ziel ist, den Fortbestand des Unternehmens durch schnelle Restrukturierungsmaßnahmen zu sichern.
Wegen der Krise schließt das Haus drei Standorte zum 30. November 2025; rund 500 Beschäftigte sind betroffen. Der Betrieb an den verbleibenden Niederlassungen in Krefeld, Mönchengladbach und Geldern soll weiterlaufen. Etwa 190 Mitarbeiter an diesen Standorten wurden über die Situation informiert. Die Lohnansprüche sind für drei Monate durch Insolvenzausfallgeld abgesichert.
Als Gründe nennt die Geschäftsleitung eine anhaltende Schwäche im Neuwagengeschäft und die hinter den Erwartungen zurückbleibende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Preisstrukturen und begrenzte Modellpalette im unteren Segment hätten den Absatz zusätzlich erschwert. Statistiken zu E-Auto-Zulassungen vermitteln laut Branchenvertretern ein zu optimistisches Bild, weil Hersteller- und Händlerzulassungen den Handelserfolg verzerren.
Im Rahmen des Verfahrens werden alle Sanierungsoptionen geprüft, darunter Kostensenkungen und die Suche nach Investoren. Ein Restrukturierungsbevollmächtigter unterstützt die Geschäftsführung, die weiterhin handlungsfähig bleibt. Ob die Maßnahmen greifen, hängt wesentlich von Verhandlungen mit Gläubigern, einem möglichen Investor und der Zukunftsfähigkeit der verbleibenden Standorte ab.
Die kommenden Monate entscheiden darüber, ob Preckel dauerhaft verkleinert weiterarbeitet oder das Unternehmen endgültig vom Markt verschwindet.